Die Fraktion CDU spricht sich gegen die Ansiedlung von weiteren großen Logistikzentren aus. Hierzu gehört auch die Ansiedlung von ALDI im Bereich der A2/Aligse.

Wie sich jetzt im Laufe des Verfahrens gezeigt hat, wiegen die Eingriffe in die Interessen der Aligser, Röddenser und Lehrter Bevölkerung so schwer, dass mittlerweile die Abwägung der CDU gegen die Ansiedlung eines ALDI-Logistikzentrums an der A2 zwischen Lehrte und Aligse ausfällt. Dieses auch, weil die Vorteile für die Stadt längst nicht so stark ins Gewicht fallen, wie zunächst behauptet.

Die großen Logistikzentren im Westen und Osten Lehrtes sowie in den Ortschaften bringen bereits jetzt erhebliche Belastungen durch Lärm, Flächenverbrauch, Sichtbeeinträchtigungen und Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich. Einer weiteren Ansiedlung von großen Logistikzentren wäre nur dann zuzustimmen, wenn sich hierdurch große Vorteile für Lehrte darstellen.  

Gerade in dem Bereich nördlich der A 2 gibt es noch kein Logistikzentrum in der Größe des geplanten ALDI-Lagers. Der Baukörper des Lagers würde in seinen Ausmaßen den Bereich zwischen Aligse und der Autobahn so stark prägen, dass beispielsweise eine Wohnbebauung im Ortsanschluss Aligse in Richtung Westen nur schwer  möglich wäre.  Der Lärmschutz könnte vielleicht durch aufwendige Maßnahmen hergestellt werden. In jedem Fall droht eine bereits angekündigte gerichtliche Überprüfung mit unsicherem Ausgang, denn es steht ein starkes bürgerliches Engagement gegen die Ansiedlung von ALDI.

Auch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan wird auf den gerichtlichen Prüfstand gestellt werden. Verzögerungen und Auseinandersetzungen sind bereits jetzt vorprogrammiert. Der Ortsfrieden in Aligse ist durch die hohe Emotionalität der Diskussion bereits gestört. Eine Fortsetzung des Streites wird das Verhältnis zwischen ALDI-Gegnern und ALDI-Befürwortern weiter zerrütten. Die Entscheidung ist der CDU-Fraktion nicht leicht gefallen. Das Für und Wider wurde ausführlich diskutiert.  Schlussendlich ausschlaggebend für die Entscheidung war auch das eindeutige Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl in Aligse und Röddensen, was eine klare demokratische Absage an die Ansiedlung war. Dieses, in Verbindung mit der Tatsache, dass das Verfahren – egal ob als vorhabenbezogener oder angebotsbezogener Bebauungsplan – eine nicht endende, den Ortsfrieden gefährdende Geschichte mit unsicherem Ausgang würde, hat die CDU zu dieser Entscheidung gebracht. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern in Lehrte nicht zuzumuten, mit diesem Konflikt auf unbestimmte Zeit zu leben.