Prüße-Brinkhaus-Kuban

Prüße trifft Brinkhaus und Kuban

Musikalische Untermalung durch den Shanty-Chor „Die blauen Jungs Bolzum“

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus war am Mittwochnachmittag auf Einladung des hiesigen Europakandidaten Tilman Kuban und des Bürgermeisterkandidaten Frank Prüße  in einer lockeren Gesprächsrunde zu Gast in der Lehrter Galerie.

In der Begrüßungsrede forderte Prüße mehr Kommunikation  zwischen der Politik und den Menschen. Er sieht Lehrte in der Mitte Europas in einer wichtigen Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Mit dem Ausbau des Mega-Hub übernimmt Lehrte eine weitere wichtige Drehkreuzfunktion innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums.

Prüße verlangte in seiner Rede eine verbesserte lokale Wirtschaftsförderung, die vielseitig ausgerichtet sein und gerade auch auf die Ansiedlung neuer Technologien ausgerichtet sein müsse. Er stellte klar, dass die Ressourcen in Lehrte in Bezug auf den Flächenverbrauch für Logistikzentren ausgereizt seien.

Tilman Kuban moderierte danach souverän die Gesprächsrunde und stellte Ralph Brinkhaus Fragen zu Europa sowie den Themen der Künstlichen Intelligenz.

Ralph Brinkhaus nahm die ca. 100 Zuhörer auf einem Parforceritt durch zahlreiche Politikfelder mit und überzeugte mit vielen bequemen und unbequemen Wahrheiten. Mit plastischen Bildern und  Bonmots griff er Themen wie den Brexit, die Beziehung zu China und den deutschen Sozialstaat auf.

Zum Brexit sagte er: „Es gibt zwei Arten von Ländern in Europa, einmal die, die zu klein sind, und zweitens die, die noch nicht wissen, dass sie zu klein sind. Dazu gehören die Engländer.“

Er zeigte aber auch Verständnis für die Briten: „Die Briten sind immer ihren europäischen Verpflichtungen nachgekommen, anders als andere. Darum sollten wir ihnen gegenüber wenigsten halb so viel Geduld aufbringen wie für die Griechen.

Es ist egal, ob man 2 oder 3 Wochen früher fertig  wird, solange nur das Ergebnis stimmt. Man muss sich die nötige Zeit nehmen für die richtigen Entscheidungen.“

Zum Verhältnis zu China führte Ralph Brinkhaus aus: „China korrigiert die Geschichte. Es gab schon chinesisches Porzellan, als die Europäer noch in Bärenfellen herumliefen. Die letzten 150 Jahre sind für die Chinesen ein Unfall in der Geschichte, den es für sie zu korrigieren gilt.

China verfügt ebenso wie Indien über ein enormes Potential an gut ausgebildeten und leistungsbereiten Menschen. Mit denen stehen wir im Wettbewerb.

Wenn wir in Europa bestehen wollen, wird das nur gemeinsam gehen.“

 Auf Tilman Kubans Schlussfrage, was sie sich für Europa wünschten, waren sich Prüße und Brinkhaus dann einig, dass Europa der größte Friedensbringer ist, der je gebildet wurde. Beide stellten klar, dass Europa sehr viele positive Veränderungen gebracht hat, dieses jedoch zu wenig nach außen trage. Das Positive müsse stärker betont und herausgestellt werden, für Europa müsse stärker geworben werden. Europa verdiene eine bessere Darstellung und Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Untermalt wurde die Veranstaltung durch den Shanty-Chor Bolzum, der immer wieder mit Seemannsliedern die Veranstaltung auflockerte.