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Positionen zur Schulentwicklung in Lehrte

Die Gremien der CDU Lehrte haben getagt und folgende Positionen zur Schulentwicklung festgelegt, die die Verhandlungsgrundlage bilden:

Entwurf für einen Ratsantrag

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Lehrte stellt folgenden Antrag:

Der Rat der Stadt Lehrte möge beschließen:

1.    Der Rat der Stadt Lehrte bekennt sich zum Erhalt der vielfältigen Schulstruktur im Bereich der Stadt. Die Vielfalt des Schulangebots in der Stadt Lehrte muss erhalten und weiterent-wickelt werden. Dazu gehört auch ein Nebeneinander von verschiedenen Schulformen an den verschiedenen Schulstandorten. Alle Schulen werden gleich behandelt.

2.    Das Gymnasium Lehrte wird als der wichtigste Bildungsträger der Stadt von den meisten Schülerinnen und Schülern unserer Stadt besucht. Weite Teile des Schulgebäudes weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Der Bedarf an Schulräumen ist infolge der Umstel-lung von G8 auf G9 gestiegen. Die Stadtverwaltung wird daher beauftragt, bis zum Jahres-ende 2017 ein Konzept für den Neubau eines Gebäudes für die Sekundarstufe I und die Mo-dernisierung des gesamten gymnasialen Gebäudekomplexes vorzulegen, damit die not-wendigen Baumaßnahmen zu Beginn des Schuljahres 2020/21 abgeschlossen sind.

3.    Die Realschule Lehrte bleibt eigenständig im Schulzentrum Lehrte-Süd erhalten. Die Stadt-verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Modernisierung der Schule vorzulegen. Die dringend erforderlichen und versprochenen Sanierungsarbeiten sind umgehend durchzu-führen.

4.    Die Hauptschule Lehrte im Schulzentrum Lehrte-Süd bleibt erhalten. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert zu prüfen, inwiefern eine Kooperation mit der Berufsbildenden Schule Burgdorf möglich und sinnvoll ist.

5.    Die IGS Lehrte wird in Hämelerwald als einzigem Standort fortgeführt. Die Verwaltung wird beauftragt, bei RegioBus auf die Einrichtung einer geeigneten Busverbindung zum Schul-standort Hämelerwald für die westlichen/nördlichen Ortschaften hinzuwirken.
Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt, Gespräche mit allen benachbarten Kommunen aufzunehmen, die Schulträger einer IGS sind, um die Möglichkeit zur Bildung einer IGS-Oberstufe durch interkommunale Zusammenarbeit zu prüfen. Sollte eine interkommunale Zusammenarbeit nicht möglich sein, hat die IGS eine Kooperation mit dem Gymnasium Lehrte aufzunehmen. Den Schülern ist beim Übergang in die Sekundarstufe II individuelle Unterstützung zu gewähren.

6.    Die Förderschule wird ebenfalls am Standort Lehrte-Süd fortgeführt, solange die Schülerzahlen gemäß den gesetzlichen Anforderungen einen Schulbetrieb zulassen.

7.    Die Grundschulen haben in den vergangenen Jahren eine Ausweitung ihres Angebots vor-genommen, ohne dass die Infrastruktur bedarfsgerecht angepasst wurde. Ferner stehen Räumlichkeiten für neue Lernformen und die Inklusion nicht überall zur Verfügung. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, den Raum-  sowie den Sanierungsbedarf zu ermitteln.

Für kurze Beine muss es kurze Wege zur Schule geben! Daher werden alle bestehenden Grundschulstandorte weitergeführt.

8.    Die Verwaltung wird beauftragt, die Sanierungs- und Investitionskosten für die vorgeschla-genen Projekte zu ermitteln. Die Planungen sollen eng von der Politik und Schulen  begleitet werden.

Begründung:

Schule braucht Vielfalt statt Einheit. Die Vielfalt des Schulangebots in der Stadt Lehrte muss erhal-ten und weiterentwickelt werden. Zum Erhalt der Schulvielfalt, die differenziert, durchlässig und wohnortnah ist, gehören neben den begabungsgerechten auch die integrativen Bildungsgänge in unserer Stadt. Die Wahlfreiheit der Eltern soll durch diese Vielfalt in unserer Stadt gestärkt werden, da sie am besten wissen, welcher Bildungsweg für ihr Kind wirklich geeignet ist.

Hinzu kommt noch, dass keine andere regionsangehörige Kommune im Osten der Region eine so vielfältige Bildungslandschaft vorhält. Diese Vielfalt muss genutzt werden, um die Stadt Lehrte zu einer Bildungsstadt weiterzuentwickeln.

Unsere Lehrter Schulen weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Zahlreiche Schulgebäude bedürfen der Erweiterung, der Modernisierung und der Digitalisierung. Bei der Sanierung des Schulraumes gilt: Keine Schule wird bevorzugt, keine Schule wird benachteiligt, alle Schulen werden gleich behandelt.

Eine Optimale Förderung von Schülern/Innen und deren Schulerfolg hängt nicht in erster Linie von äußeren Strukturen ab (Begabungsgerechte differenzierte oder integrative Systeme), sondern davon, wie Schule von ihrer inneren Qualität her tagtäglich stattfindet. Es gibt an allen Schulfor-men schon längst keine homogene Schülerschaft mehr. Alle Lehrer/Innen sind damit konfrontiert, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers eingehen zu müssen. Die inneren Strukturen von Schulen aller Art haben sich in den vergangenen Jahren mehr geändert, als dies in der Öffentlichkeit oft wahrgenommen wurde. Daher sollte künftig auf Schulstrukturdebatten in unserer Stadt verzichtet werden und das Augenmerk auf die Kooperation zwischen den einzelnen Schulformen gelegt werden.

 

 

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